Bustronix - CarSystem und Zubehör für Modellanlagen

🔍

Platinenlieferung Tankstellen-PreisanzeigeDie erste Charge der Basiseinheit-Platinen ist angekommen! Jeweils 10 Stück als Panel, mit SMD-Bauteilen teilbestückt. Bedrahtete Komponenten und auch der Raspberry Pi Pico 2 müssen noch von Hand aufgelötet werden.
Das Modul wird als Bausatz oder komplett gelötet als Fertigmodul erhältlich sein.
Preisanzeige im DauerbetriebLangzeitbeobachtung mittels Zeit­raffer-Video­aufnahmen. Schließ­lich soll sicher­gestellt sein, dass die Tank­stellen-Preis­anzeige auf den Modell­anlagen auch im Dauer­betrieb zuver­lässig funktioniert.
Summiert wurden mehrere Monate Dauer­betrieb simu­liert, auf­geteilt auf mehrere Module in verschie­denen Konstellationen und Betriebsmodi.
Die Programmierung stellt sich als robust heraus: Selbst nach mehreren Wochen ohne Neustart ver­richten die Preis­anzeigen un­beeindruckt ihren Dienst.
Spaß mit LastausgängenEigentlich waren die Last­ausgänge der Tank­stellen-Preis­anzeige für die Tank­stellen-Innen­beleuchtung gedacht, um diese z.B. an die Öffnungs­zeiten der Tank­stelle zu koppeln.
Im Zuge einiger Spielereien stellte sich schnell heraus, dass man auch Motoren und Relais an­steuern können sollte, daher wurden der Platine noch Freilauf­dioden spendiert.
Mit ganz viel Phanta­sie sieht man hier einen soge­nannten "Tubeman" oder "Skydancer", ange­trieben durch einen Mini-Prozessor­lüfter, und nur in Aktion, wenn die Tank­station geöffnet hat.
3D-Druck als "Spritzgussrahmen"Die Lkw-Prototyp-Platine hat ein neues Fahr­werk bekommen. Neu hieran ist der 3D-Druck als "Spritz­guss­rahmen"-Set mit allen not­wendigen Chassis- und Lenkungs­teilen, die aus dem Rahmen heraus­getrennt und selbst zusammen­gesetzt werden können (links im Bild noch voll bestückt). Sogar die Felgen sind bereits enthalten.
Der stabile Rahmen zum Schutz der winzigen Teile ist als Klinker­mauer gestal­tet, so dass leere Rahmen zu Mauern zer­teilt oder auf­einander­gestapelt als Lkw-Garage auf der Modell­anlage einge­setzt werden können.
Preisanzeige als Chamäleon, Teil 2Hier eine Variante als Lost Place für eine verfallene Tank­stelle. Die Farb­kraft und Les­bar­keit ist trotz – oder gerade wegen – der Winzig­keit der Displays (Bildschirm­abmessungen: ca. 22 x 11 mm HxB) beein­druckend und die Möglich­keit der durch den Anwender austausch­baren Designs nimmt Gestalt an.

Auf diese Weise und in Verbin­dung mit verschie­denen Gehäusen für die Preis­masten lässt sich die Preis­anzeige an belie­bige Epochen und Aus­gestaltung jeder Modell­umgebung harmonisch anpassen.

CarSystem – was ist das überhaupt?

CarSystem bezeichnet Modell­fahr­zeuge, die sich autonom auf einem korrespon­dierenden Straßen­system bewegen.

Die Fahrzeuge sind – dem realen Vor­bild ent­sprechend – ledig­lich an die Straßen­führung des Verkehrs­netzes gebunden. Die Fahr­trassen über­nehmen gleich­zeitig auch die Lenkung der Autos.

Darüber hinaus agieren die Funktions­modelle selbst­ständig – wie echte Auto­fahrer nehmen sie Ein­flüsse der Umgebung wahr und rea­gieren darauf: an Stopp­schildern halten sie an, redu­zieren bei Beschrän­kungen ihre Geschwindig­keit oder passen sie dem voraus­fahrenden Wagen an, warten an Ampeln auf Grün, sogar Abbiege- und Überhol­vorgänge sind möglich.

Auf diese Weise ent­stehen statt starr vor­program­mierter Choreo­graphien immer wieder situativ unter­schied­liche und sogar für den Anlagen­betreiber über­raschende Fahr­situationen.
Historie des CarSystems

In den Anfängen des CarSystems 1989 war der Betrieb rein physi­kalisch: Ein Akku treibt die Heck­achse mittels Elektro­motor an, die Geschwin­dig­keit ist hierbei konstant. Die Lenk­achse ist ver­bunden mit einem Führungs­magneten, der einem in der Fahr­bahn einge­lassenen Draht folgt.

Als einzige dynamische Möglich­keit der Einfluss­nahme auf den Fahr­betrieb dient ein im Fahr­zeug befind­licher Reed­kontakt (= magnet­feld­sensitiver Schalter), der – durch einen Magneten in der Straße betätigt – den Strom­kreis unter­bricht und das Fahr­zeug abrupt stoppt. Als Elektro­magnet ausge­führt erlaubt eine solche "Stopp­stelle", das Fahr­zeug fern­bedient anzu­halten und weiter­fahren zu lassen.

In dieser frühen Phase diente das CarSystem haupt­säch­lich als Ergän­zung zu Modell­eisen­bahn­anlagen, um auch auf Flächen abseits der Gleise Bewe­gung ins Spiel zu bringen. Dieses vergleichs­weise einfache System wird heut­zutage als 'CarSystem analog' bezeichnet.
Lenkung und Antrieb

  • Die Lenkung wird durch Magne­tismus bewegt: Die magne­tische Kopp­lung zwischen einem unsicht­bar in die Fahr­bahn einge­lassenen Führungs­draht und einem Dauer­magneten am Lenk­hebel des Fahr­zeugs bewirkt den Lenk­einschlag der Vorder­räder. Das Auto wird also nicht magne­tisch in eine Rich­tung "gezogen", viel­mehr über­nimmt der Lenk­hebel die Auf­gabe eines echten Fahrers und lenkt den Wagen realitäts­getreu physi­kalisch: letzt­endlich bestimmen Lenk­einschlag und Seiten­führungs­kräfte der Reifen den tatsäch­lichen Fahrweg.

  • Heutzutage wird meist ein flexi­bles Magnet­band statt eines einfachen Drahtes verbaut. Die stärkere magne­tische Anzie­hung ver­bessert die Spur­halte­fähigkeit der Fahr­zeuge erheb­lich, zudem kann der ehe­malige "Magnet­schleifer" berührungs­los und somit verschleiß­frei ober­halb der Fahr­bahn schweben.

  • Als Antrieb dient ein Mikro-Getriebemotor mit wenigen Millimetern Durchmesser. Kraftvoll genug, um Auflieger und Anhänger zu ziehen und Steigungen zu bewältigen.

Das moderne CarSystem

Das heutige CarSystem ist digital.

Sowohl im Straßennetz als auch im rollen­den Material steckt intelli­gente Elektro­nik. Und Micro­controller, mit ausge­klügelter Soft­ware bestückt, als "Gehirn" der Fahrzeuge.
Die heu­tigen Autos sind um ein Viel­faches leistungs­fähiger als ihre ana­logen Vor­fahren. Sie empfan­gen Infrarot­signale und erkennen Magnet­polari­täten. Zudem senden sie selbst IR-Signale aus, was den Grund­stein legt zur Inter­aktion mit ande­ren Fahr­zeugen und statio­nären Anlagen­elemen­ten.

Die kompak­ten Technik­pakete ent­halten unter Anderem alle wichtigen Licht­funktionen eines realen Fahr­zeugs, eine fein­fühlige Motor­steuerung für Langsam­fahrten sowie eine realistische Abstands­regelung, die kollisions­freie Kolonnen­fahrten ermög­licht.

Wichtig hierbei: Der Verkehr wird nicht zentral über­wacht oder gar gesteuert, sondern jeder Akteur bringt seine eigene Intelli­genz mit. Wie in der Realität verhalten sich die Fahr­zeuge ihrer Rolle ent­sprechend, registrie­ren dabei ein­gehende Signale, werten sie aus und rea­gieren eigen­ständig und indi­viduell darauf. Im Zusammenspiel der betei­ligten Kompo­nenten und immer wieder neuer situ­ativer Umstände entsteht wie von alleine ein über­zeugend natür­licher Verkehrs­fluss.
Auch das Straßennetz selbst ist intelligent.

Die Fahrzeuge können Verkehrs­zeichen nicht op­tisch er­fassen, daher bedient man sich ihrer anderen "Sinne". Infrarot­sender, Dauer- und Elektro­magnete über­nehmen die Aufgabe von Verkehrs­zeichen. Die Autos er­kennen also nicht z. B. ein Ampel-Rotlicht an sich, son­dern registrie­ren die damit synchro­nisierte IR-Nach­richt "Hier steht eine aktuell auf Rot geschal­tete Ampel". Die win­zige IR-Sende­diode ist ver­steckt ver­baut und wie das Infrarot­licht nicht sicht­bar. So entsteht die perfekte Illu­sion, die Ampel würde direkten Einfluss auf die Fahr­zeuge nehmen.

Das klingt kleinteilig? Ganz recht, die Konzep­tion ist das perfekte Ab­bild der Realität. Auch hier ist jede Abzwei­gung, jede Kreu­zung, einfach jeder Straßen­abschnitt ein eigener Mikro­kosmos mit spezifi­schen Gegeben­heiten und so wird "kleinteilig" zu "hochdetailliert": Je nach Ausbau der Anlage sind durch Kombi­nation und Konfiguration der Signal­geber hoch­komplexe Verkehrs­führungen wie z. B. Kreis­verkehre, mehr­spurige Fahr­bahnen mit Spur­wechseln, Rast­plätze, Mehr­fach­abzwei­gungen, Ampel­kreuzungen und noch vieles mehr reali­sierbar.

Ist der Einstieg in das CarSystem kompliziert?

Ganz im Gegenteil!

Trotz der riesigen Fülle an Möglich­keiten ist das CarSystem sowohl für Neu­ein­steiger als auch für Umstei­ger vom analogen CarSystem erstaun­lich ein­fach einsetzbar.
Das durchdachte Konzept erlaubt es, mit wenigen Basics zu starten und, falls gewünscht, stufen­weise der persön­lichen Moti­vation folgend tiefer in die Materie einzu­tauchen.

Das System wächst Schritt für Schritt mit den Erwar­tungen des Anwen­ders, anstatt zu über­fordern. Daraus ergibt sich eine schöne Balance zwischen selbst­gestellten Heraus­forderungen und konti­nuier­lichen Erfolgs­erleb­nissen bei der Um­setzung eigener Inter­pretationen einer miniatur­isierten Welt.
Level 1: Einfach nur fahren

Ein Auto und ein Magnet­band als Führung. Das reicht schon.
Bereits mit diesen beiden Kompo­nenten lassen sich erste Rund­kurse aufbauen, ein zweiter Wagen lädt zum Aus­testen der Abstands­regelung ein.

Bustronix- und Viessmann-Artikel werden mit einer Standard­konfi­guration ausge­liefert, sind also "out of the box" sofort einsatz­bereit. Natür­lich macht so ein Minimalst­betrieb auf Dauer nicht glück­lich, so dass sicher­lich bald der Wunsch nach einer kleinen Evo­lution auf­kommen wird.
Level 2: Simulation des analogen CarSystems

Mit einigen Dauer- und Elektro­magneten lassen sich bereits erstaun­liche Auswir­kungen auf den Fahr­betrieb erzie­len, auch mecha­nisch betä­tigte oder elektr­isch ange­steuerte Ab­zweige sind nutzbar.

Diese Ausbaustufe ent­spricht in etwa dem Umstieg vom ana­logen CarSystem: Vor­handene Trassen (auch mit Fahr­draht statt Magnet­band ausgestattet) sowie Stopp­stellen können dank der Abwärts­kompati­bilität mit den digi­talen Fahr­zeugen weiter­hin genutzt werden, es ist also nicht zwin­gend erforder­lich, beste­hende Anlagen von Grund auf umzurüsten.
Natürlich bringen die Fahr­zeuge neben der fein­motorischen Mobi­lität auch ihre inte­grierten Funk­tionalitäten wie eine detail­reiche Licht­anlage, auto­matische Erkennung von Anhän­gern, die Abstands­regelung oder das Aus­lesen von Magnet­pol­folgen mit.

Auf diesem Level sind die Fähig­keiten der kleinen Com­puter auf Rädern aller­dings noch ziem­lich wenig ausge­reizt. Es wäre fast schade, nicht mehr aus den Fahr­zeugen herauszuholen ...
Level 3: Infrarotsignale halten Einzug

Elegant in der Hand­habung und flexi­bel in der Anwen­dung sind Infrarot-Signal­geber. Mit ihnen werden ausge­feilte Verkehrs­sitationen zum Kinder­spiel. Statt nach­träglich eine Magnet­folge in die Fahr­bahn einzu­bauen, reicht es aus, einen winzigen Infrarot­sender z. B. in einem Busch zu ver­stecken, um die Fahr­zeuge geschwin­digkeits­reduziert durch einen verengten Bau­stellen­bereich zu leiten. Oder ein Fahr­zeug unter Warn­blink­licht anhalten zu lassen. Oder es auf einen Park­platz zu schicken. Oder einen Spur­wechsel zu vollziehen. Oder oder oder – die Infrarot­befehle sind je nach Einsatz­zweck anpassbar.

Mit der Infrarot­kommu­nikation eröffnet sich ein ganzes Port­folio neuer Möglich­keiten. Es verwun­dert daher nicht, dass das CarSystem längst nicht mehr nur Bei­werk auf Modell­eisen­bahn­anlagen ist, sondern Modell­anlagen exklu­siv für das CarSystem auf­gebaut werden.
Level 4: Die CarManager-Software

Manchmal harmonieren die Konfigu­rationen ab Werk nicht so recht mit der heimi­schen Modell­anlage oder es soll eine ganz besondere Situ­ation geschaffen werden.
Hier hilft der Viessmann CarManager. Mit dieser Soft­ware lassen sich Standard­konfigu­rationen ändern und den Kompo­nenten der indi­viduelle Fein­schliff verpassen.

Das Fernlicht soll heller sein? Einfach ändern. Manche Autos sollen an der Ampel schneller los­fahren als andere? Auch das ist für jedes Fahr­zeug indi­viduell einstell­bar. Die Zug­maschine ist soli­taire unter­wegs und soll schneller fahren können als der voll­beladene Hänger­zug, dabei aber auch einen kürze­ren Brems­weg haben? Alles nur eine Sache der Konfiguration.
Ein bestimm­tes Fahr­zeug soll ab einem bestimm­ten Punkt eine bestimm­te Strecke lang eine bestimm­te Geschwin­digkeit halten und dabei bestimmte Leuchten ein­schalten? Alles möglich.

Das Kopieren von Konfi­gurationen auf andere Autos und speicher­bare Makros (= mehrere gleich­zeitige Aktionen des Fahr­zeugs) runden die komfor­table Nutzung des CarManagers ab. Die Bezeich­nung "CarManager" ist übrigens etwas irre­führend, da auch Infrarot­sender und Abzwei­gungen hiermit konfi­guriert werden können. Somit ist der CarManager das Werk­zeug für die perfekte Fein­abstimmung des CarSystems an die eigenen Präferenzen.

Was ist das CarSystem also wirklich?