Neben der höheren maximalen Helligkeit wird hierdurch auch ein universeller Einsatz des Moduls für verschiedenste, indivduell gewünschte Kuppelfarben ermöglicht.
Das Modul ist als Nachrüstsatz konzipiert und benötigt daher keine externe Beschaltung, sondern lediglich die Versorgungsspannung von z.B. einem 3,7V-LiPo-Akku.
Im Bild ist gut ersichtlich, dass das nur 3x3 mm große IC leicht Platz finden wird im Cockpit des 1:87-Lkw.
Für maximalen Individualisierungsgrad sind - ganz der Bustronix-Philosophie entsprechend - bereits bei diesem ersten Entwurf verschiedene Lichtmuster, Geschwindigkeit und Helligkeit nutzerkonfigurierbar.
Das Anfahr- und Bremsverhalten hingegen ist noch viel zu ruppig, da ist noch viel an Verfeinerung notwendig.
Neben Akku, Antrieb und Lenkschleifer stammen nun nur noch die Reifen aus externen Quellen. Für Fahrzeugaufbauten ist geplant, dass wahlweise 3D-Drucke oder Teile von bereits existenten H0-Standmodellen verwendet werden können.
Obwohl dieser "proof of concept" für besonders zugstarke Lkw zufriedenstellend verlief, werden in finalen Fahrzeugen Messingzahnräder verwendet, da diese für mehr Laufruhe sorgen und einem deutlich geringeren Verschleiß unterliegen als 3D-gedruckte Zahnräder.
Gemäß der Baukasten-Philosophie und der Anforderung, Fahrzeuge mit verschiedenen Radständen produzieren zu können, ist es notwendig, Lenkungsbauteile mit an den jeweiligen Radstand des Fahrzeugs angepasster Lenkgeometrie zu konstruieren.
Die harten Reifen zeigen auf der glatten Tischoberfläche ein recht deutliches Untersteuern (Wagen rutscht über den Lenkeinschlag hinaus), was auf eine fehlerhafte Lenkgeometrie hindeutet. Im Extremfall kann das bei Betrieb auf einer Modellanlage zum Verlassen des Magnetbandes führen.
Allerdings können so bereits frühzeitig Überlegungen an die Verpackung auch in das Produktdesign einfließen, um kostengünstige und gleichermaßen stabile Verpackungslösungen anwenden zu können.
Nebenbei wird selbstverständlich Wert auf möglichst wenig und einfach wiederverwend- oder wiederverwertbares Verpackungsmaterial gelegt.
Vorsorglich sind testweise schon sogenannte Rundumkennleuchten (aus jeweils vier LEDs) als auch ein kleines Knight-Rider-Lauflicht ("Larson-Scanner") auf der Platine verbaut.
Zur Vereinfachung sind diese LEDs während der Entwicklung direkt auf der Fahrzeugplatine platziert, nach Beendigung des Prototypenstadiums werden diese Lichter natürlich z.B. auf dem Dach des Fahrzeugs angebracht.
Mit seinen 36 individuell ansteuerbaren LEDs blitzt und blinkt er dennoch bereits stolz wie ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum.
Hierbei fällt auf, dass einige LEDs in falschen Farben leuchten (z.B. grüne statt gelbe Blinker) - ein Flüchtigkeitsfehler beim Layouten der Platine bzw. der Bestückung, der zwar unerfreulich ist, sich aber glücklicherweise nicht auf die Funktion auswirkt.
Im Zuge der 3D-Druckexperimente entstand die Idee, Straßen aus modularen 3D-gedruckten Elementen mit beliebigen Kurven- und Höhenverläufen schnell und einfach zusammenclipsen zu können.
So lautete zumindest der Wunsch - allerdings stellte sich dieses Vorhaben als kostenmäßig nicht tragbar heraus und wurde zumindest vorerst wieder verworfen.
Glücklicherweise ist der 3D-Druck heutzutage mehr als ausreichend präzise und zudem preislich deutlich attraktiver, so dass es sich geradezu anbietet, mechanische Teile modular im Baukastensystem für eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge zu entwickeln, anstatt aus Kostengründen nur einige wenige bestimmte Fahrzeugmodelle anzubieten.
Während dieser ersten Phase der reinen Hardwareprüfungen wird Micropython als Programmiersprache verwendet, in späteren Produktivexemplaren kommt C++ zum Einsatz.
Wäre es wohl möglich, ein solch komplexes Produkt in Eigenregie herzustellen? So entsteht bereits Ende 2023 eine erster Entwurf einer Platine, deren Programmierung als Spielwiese dient, sich in die Materie einzuarbeiten.
